Was kostet Sie unsere Hilfe im Arbeitsrecht

Eine einmalige und mündliche qualifizierte Erstberatung in unserer Kanzlei - ohne Zeitbegrenzung - ist auf einen Betrag von € 190,- netto zzgl. Auslagen und Mehrwertsteuer begrenzt. Sollte sich unsere Beratung nach dem ersten Beratungsgespräch durch ein weiteres Gespräch, Schreiben, Telefonat oder Schriftverkehr fortsetzen, entstehen weitere Kosten.

Außergerichtlich können eine sog. Geschäftsgebühr anfallen (wenn wir für Sie nach außen auftreten oder Ihnen konkrete Vertragsformulierungen ausarbeiten) und/oder eine sog. Einigungsgebühr (wenn wir an einer Einigung mitwirken).

Bei einer gerichtlichen Auseinandersetzung fällt eine sog. Verfahrensgebühr an, eine sog. Terminsgebühr und bei einem Vergleich eine Einigungsgebühr. Für ein Urteil fällt keine Gebühr an.

Diese genannten Gebühren und damit die Anwaltskosten berechnen sich  aus den Werten der einzelnen Gegenstände/ Fragestellungen, die im Streit stehen und über die Sie von uns beraten oder vertreten werden (sog. Gegenstandswert). Tauchen in derselben Angelegenheit verschiedene Beratungsfragen/Streitgegenstände auf, werden diese Werte zusammengerechnet und erhöhen den Gegenstandswert.

Dieser Gegenstandswert ist die Berechnungsgrundlage für das Honorar - nicht die Honorarforderung selber. Bei Ansprüchen, die nicht in Geld bezifferbar sind, geben die gesetzliche Vorschriften und die Rechtsprechung vor, wie der Gegenstandswert bemessen wird. Geht es z.B. allein um die Beendigung des Arbeitsverhältnisses, so entspricht der Gegenstandswert dem Vierteljahresbruttoentgelt des Arbeitnehmers. Ist Streitgegenstand, Beratungsgegenstand oder Vergleichsinhalt z.B. eine Abmahnung, erhöht sich der Gegenstandswert um jeweils ein Bruttomonatsgehalt, ebenso wie bei der Frage über den Inhalt eines Zeugnisses. Erreichen wir für Sie, dass Ihnen eine Abfindung gezahlt wird, bleibt diese bei der Berechnung der Gebühren unberücksichtigt. Bei Auseinandersetzungen im Ausbildungsverhältnis legen wir einen Gegenstandswert gem. § 52 GKG (€ 5.000,-) der Berechnung zugrunde.

Für die Überprüfung eines Zeugnisses im Rahmen eines einmaligen Gesprächs entstehen Ihnen Kosten in Höhe von € 190,00 netto. Sollten Sie es wünschen, dass wir Ihnen schriftlich eine rechtliche Beurteilung verbunden mit konkreten Formulierungsvorschlägen für die Korrektur des Zeugnisses erarbeiten, entsteht eine Gebühr von € 250,00 netto.

Schwierig ist es einen angemessenen Gegenstandswert bei der Beratung, Formulierung oder Prüfung eines Anstellungsvertrages zu finden. Gesetzliche Vorgaben existieren nicht. Wir berechnen für eine eingehende Prüfung und schriftliche Darstellung von alternativen Formulierungsvorschlägen oder zusätzlichen Regelungen zwischen € 350,- bis € 500,- netto.

Da bei Aufnahme des Mandats oft noch nicht abzuschätzen ist, wie sich die Angelegenheit entwickelt und welche weiteren Ansprüche noch Inhalt der Beratung und Vertretung werden, können in der Regel zu diesem frühen Zeitpunkt noch nicht exakt die genauen Anwaltsgebühren mitgeteilt werden, die bis zum Ende des MAndats anfallen. Gerne aber können Sie während des Mandats uns jederzeit um einen aktuellen kostenlosen Kostenvoranschlag bitten.

Soweit Sie wünschen, dass wir in unserer weiteren Zusammenarbeit nach dem ersten Beratungsgespräch zunächst nicht nach außen für Sie auftreten, sind wir nach den gesetzlichen Vorschriften angehalten, mit Ihnen eine schriftliche Vergütungsvereinbarung abzuschließen. Dabei können Sie ein Zeithonorar mit uns vereinbaren oder eine Geschäftsgebühr, deren Höhe sich je nach Fortgang der Angelegenheit unter Berücksichtigung Ihres Auftrages, nach der Länge und dem Umfang der Beratung, der Bedeutung der Angelegenheit für Sie, der rechtlichen Schwierigkeit und evtl. Zeitdruck der Angelegenheit, Ihrer Einkommens- und Vermögensverhältnisse, besonderer Haftungsrisiken und unser Spezialisierung und Qualifizierung bemisst.

Im Arbeitsrecht besteht die Besonderheit, dass der obsiegenden Partei kein Erstattungsanspruch für die Kosten des eignen Rechtsanwalts zusteht. Dies hat zur Folge, dass ab unserer Mandatierung bis zum Abschluss einer 1. Instanz vor dem Arbeitsgericht die entstandenen Anwaltskosten von Ihnen persönlich zu tragen und Sie unser Kostenschuldner sind, unabhängig davon, wie ein Beratungsergebnis ausfällt oder die Auseinandersetzung mit der Gegenseite endet und auch unabhängig davon, ob eine Rechtsschutzversicherung Ihnen unsere Gebühren ganz oder teilweise erstattet.

In einem Berufungsverfahren vor dem Landesarbeitsgericht oder einem Revisionsverfahren vor dem Bundesarbeitsgericht gestaltet sich dagegen die Kostenregelung so, dass diejenige Partei, die unterliegt, die Gerichts- und Anwaltskosten zu tragen hat.

Für Rechtsschutzversicherte besteht freie Anwaltswahl. Die Übernahme von Kosten der anwaltlichen Inanspruchnahme durch die Rechtsschutzversicherung sind auf die gesetzliche Vergütung beschränkt und richten sich nach Ihrem individuellen Vertrag mit der  Versicherung. Haben Sie eine Selbstbeteiligung oder Deckelung vereinbart, fällt diese für jeden einzelnen Beratungsgegenstand an. Dies hat zur Folge, dass nicht sichergestellt ist, dass unsere Gebühren und Honorar vollständig von Ihrer Versicherung abgedeckt sind. Bitte fragen Sie daher rechtszeitig bei Ihrer Versicherung an, ob diese ein Deckungszusage erteilt und in welchen Umfang und lassen sich eine Schadensnummer nennen. Gerne übernehmen wir dies auch kostenlos für Sie. Auch hier können Sie uns jederzeit um eine Information bitten, welche Kosten Sie selber zu tragen haben.

Voraussetzung für einen Anspruch auf Rechtsschutz ist immer, dass der Versicherungsnehmer oder ein anderer "einen Verstoß gegen Rechtspflichten oder Vorschriften begangen hat oder begangen haben soll". Als Versicherungsfall gilt also auch schon ein nur behaupteter Verstoß bzw. dass streitig ist, ob überhaupt ein Verstoß vorliegt.

Nicht getragen werden von der Rechtsschutzversicherung in der Regel die Prüfung und Erstellung von Verträgen oder Vertragsangeboten, Formulierungen von Zeugnissen (anders wenn ein Zeugnis zu prüfen ist), Fahrtkosten, außergerichtliche Treffen mit der Gegenseite, Widerspruchsverfahren sowie Kopierkosten.

WICHTIG: Unsere Anwaltskosten und evtl. Gerichtskosten können Sie in vollen Umfang als Werbungskosten bei Ihrer Steuerklärung angeben, sodass Sie einen Teil Ihrer Kosten rückerstattet erhalten.